Samstag, 27. September 2008

Bilder aus dem Jungle

Palenque und Yaxchilan

auf in den Dschungel!

Da Marie und Roland ein bisschen rumreisen, dachten Caro und ich wir begleiten sie ein Stück weit. Zumindest die ersten paar Tage und damit der Abschied von Marie nicht so schwer fällt! Zwei Wochen ohne Marie :-) wie sollen wir das bloß aushalten...
Jedenfalls gings in den Süden Mexikos. In den Bundesstaat Chiapas und dort nach Palenque. Die geheimnisvolle Stadt im Dschungel, die mancher schon für das verschollene Atlantis gehalten hat.
Nach einer schlaflosen Busfahrt kamen wir dann auch an und haben uns dort einquatiert, wo auch Franzi und ich vor knapp drei Jahren waren. Mitten im Dschungel...
So wunderschön. Vorallem, weil ich dachte, dass es ein Abschied für immer war. Hätte damals nie gedacht, dass ich nochmal zurückkomme. Also war das alles für mich noch unbegreiflicher, als es sowieso schon ist. Marie ist die ganze Zeit nur rumgelaufen und hat gemeint:"das sieht doch aus wie angelegt! wie im Tropenhaus in der Wilhelma! das kann doch nicht echt sein" und es ist echt...
Sind Samstags dann gleich noch zu den Pyramiden und erst mal an einen ganz komischen Guide geraten, der uns erklären wollte, dass die Maya-Kultur ein Mischung der Kulturen Ägyptens, Indiens, Chinas, Birmas und noch was ist... und dass die ganze Geschichtsschreibung lügt. War dann doch ein bisschen viel... Aber immerhin hat er ja Schmidt durch irgendwelche Katakompen geführt... Waren uns dann nach ner halben Stunde einig, dass wir doch keinen Guide brauchen und dass der Gute eindeutig zu viel Sonne abbekommen hat.
Haben Palenque also alleine erkundet. Rumgeklettert und außer ein paar Souvenirverkäufern hatten wir die Ruinen fast für uns, da gerade keine Saison ist. Wunderschönes Erlebnis.
Durch den Dschungel und noch nicht freigelegte Ruinen (nur 5% der damaligen bewohnten Fläche sind freigelegt) wieder zurück zu unserer Dschungelcabana und früh ins Bett, da wir am nächsten Morgen um 6 Uhr morgens schon die nächste Tour geplant hatten.
Nämlich Yaxchilán und Bonampak.
Und ich dachte immer, Tikal wäre beeindruckend gewesen. Aber Yaxchilán übertrifft das ganze noch! Zuerst fährt man mit einem Kahn den Fluß Usumacinta, der Guatemala und Mexiko trennt. Kam mir vor wie im Amazonas. Oder so stelle ich mir das zumindest vor... und in Yaxchilán dann nur ein kleiner Trampelpfad und wir auf uns allein gestellt. Ohne irgendwelche Typen, die sich als ganz tolle Guides anpreisen oder Kinder, die unbedingt etwas verkaufen wollen. Nö. Da gibts einfach mal nichts außer Natur, Ruinen und Mosquitos... Und von all dem jede Menge.
Highlight waren wohl neben den Ruinen, die Affen in freier Wildbahn... schlafend auf Baumkronen, vor sich hin essend oder am klettern und hangeln. Jedenfalls beeindruckend diese Tiere so zu sehen.
Sind dann also durch die Ruinen geschlendert und ich hatte noch ein traumatisierendes Erlebnis mit Fledermäusen, als ich meinte, ich könnte in so ne Ruine reinklettern und ihre Untermieter ignorieren (hab die Viecher überhaupt nicht gemerkt). Roland hat auch noch ne Vogelspinne entdeckt und so war das Natur pur Erlebnis vollständig. (Haben lustigerweise mehr Tiere gesehen, als ein Paar, das wir kennengelernt haben und das extra eine Dschungeltour zum Tiere angucken gebucht hatte). Wieder Rückfahrt auf dem Boot, ein bisschen Mittagessen und dann weiter nach Bonampak. Nach Yaxchilán nicht ganz so beeindruckend, aber trotzdem schön, vorallem, weil es dort einmalige Wandzeichungen gibt und weil wir unseren Privatguide hatten.
Ein Mayaexperte aus Spanien, der gerade ein Forschungsprojekt in Mexiko Stadt hat und lustigerweise in Tübingen für ein Jahr studiert hat. Zum Glück haben wir nicht gelästert :-)
Montags haben wir dann noch ein bisschen den Dschungel genossen und abends sind dann Caro und ich mit dem Nachtbus zurück nach Puebla. Trauriger Abschied von Marie, die jetzt gerade das Karibikmeer in Tulum genießt. Neid...

Fotos von Veracruz

Veracruz

Veracruz

Endlich ans Meer!
Der 15. September ist hier Nationalfeiertag. Also keine Uni und somit für uns die Möglickeit, ein bisschen rumzureisen. Da Daniels Bruder (Daniel studiert mit mir) eine Wohnung am Meer leer stehen hat, war dann bald klar, dass es nach Veracruz geht. Eine schöne kleine Stadt, voll mit Kolonialbauten, unglaublicher Hitze und Meeresfrüchten.
Meine beiden Mädels haben mich dann spontan noch im Stich gelassen (mussten was für die Uni machen und Roland(Maries Freund) vom Flughafen abholen). Da ich mir das Meer aber nicht nehmen lassen wollte, sind Daniel und ich also alleine los gezogen. In Veracruz angekommen, war es dann erst mal ein Schock, aus dem voll klimatisierten Bus auszusteigen. Oh mann... Was für eine Hitze und das nachts um zwölf.
Samstag war dann Kulturprogramm angesagt. Der Zocalo, Palacio Municipal und die ein bisschen heruntergekommene Kathedrale. Wegen des Feiertags war die ganze Stadt auch in Hochstimmung und überall Leute mit Fahnen unterwegs und wild am dekorieren. Vorallem Glitzer und Kitsch sind hier ein bevorzugtes Dekorationsmittel... Dann noch eine Fotoaustellung angucken und den Hafen anschauen. Zwischendurch waren wir noch essen. Wollte mir die Chance auf frische Meeresfrüchte ja nicht nehmen lassen und hab also eine mit Garnelen gefüllte Banane mit Krabbensoße probiert. Lecker. Nur sollte ich mein kulinarisches Abenteuer abends dann bitter büßen...
Sind dann noch den Paseo de Malecon (netter Uferweg) entlanggeschlendert, wobei selbst das Schlendern Schweißausbrüche verursachte. Abends hab ich also gelitten und irgendwelche pinke Wunderpillen geschluckt, die mir dann zum Glück auch zum Schlaf verholfen haben...
Für Sonntag hatten wir uns ein kleines Dörfchen ins Auge gefasst. Ein Trip von anderthalb Stunden wurde dann durch die falsche Buswahl zu drei Stunden ausgedehnt. Aber es hat sich gelohnt. Oder wie man hier so gerne sagt: "Vale la pena". Ein sehr süßes kleines Dorf namens Coatepec, mit einem netten Zocalo voll von Menschen und einem kleinen Markt mit einheimischen Produkten. Vorallem Kaffee. Sehr schön und ein um einiges angenehmeres Klima als in Veracruz. Sind dann noch nach Xico. Ein nahegelegenes Dorf mit Wasserfällen. Wunderschön! sehr idyllisch und ähnlich wie in Cuetzalan ein unberührter Wald und soooo viel grün!
Montags dann relaxen am Hausstrand. Zehn Minuten von der Wohnung. Zwar nicht der allerschönste Strand, aber da das Wetter ein bisschen unsicher war, haben wir uns nicht weiter weg getraut. Hauptsache Meer und es hat gereicht, um mir meinen ersten Sonnenbrand zu verschaffen... jaja. Ich und die Sonne mein Freund....
Abends noch kurz im hauseigenen Pool chillen und dann fertig machen für die große Party! Es wurde nämlich die Unabhängigkeit gefeiert!
Das ganze Zentrum ist also voll mit Menschen, die entweder betrunken oder mit Flaggen im Gesicht oder beides durch die Gegend laufen und gute Laune verbreiten. Es ist ein Megaspektakel und ich war mittendrin. Ganz cool und pünktlich um zwölf hat der Bürgermeister vom Balkon des Palcio Municipal dann den berühmten Grita "viva Mexico" gerufen. Hab natürlich mitgegritat...
Dienstag haben wir uns dann das Fort San Juan de Ulúa angeschaut. Ein bisschen geisterhaft, weil es am verfallen ist, obwohl überall Schilder stehen, dass es gerade frisch restauriert wurde. Es gibt eine Kapelle, die wohl von 1524 stammt und die ersten Verteidigungsanlagen wurden vermutlich in den 1530er Jahren errichtet. Das meiste, von dem was heute zu sehen ist, enstand nach und nach zwischen 1552 und 1779. Jedenfalls hat das Fort zwischendurch auch als Gefängnis gedient, wobei die Bedingungen ziemlich heftig gewesen sein müssen. Beeindruckend war auch der Kontrast zwischen 400 Jahre altem Fort und den Krähnen des Industriehafens... Alles ein bisschen unwirklich.
Da sich mein Prof für Mittwoch auch noch freigenommen hatte, konnten wir Mittwoch dann in aller Ruhe über Cordoba (nette Kolonialstadt mit freundlicher Atmosphäre aber nichts zu sehen, außer schöne Naturkulisse und netter Zocalo) nach Puebla zurückfahren.
Fazit: Nachdem die Mädels die Fotos gesehen haben, gehen wir auf jeden Fall noch mal hin... Das Klima ist zwar unerträglich, aber die Stadt hat jede Menge Charme!

Donnerstag, 11. September 2008

Bilder von Cuetzalan

Cuetzalan

Cuetzalan

so, damit ich meinen Blog mal wieder auf den neusten Stand bekomme...
Vor zwei Wochen waren wir das Wochenende über in einem Ort namens Cuetzalan im Norden des Bundesstaates Puebla. Dort gibt es weite Kiefernwäler und auf den niederen Ebenen halbtropische Vegetation. Die Fahrt war von Regen begleitet und sehr kurvig. Aber wunderschön. Endlich mal wieder grün um uns und zwar in allen möglichen Schattierungen. Cuetzalan ist bekannt dafür, dass dort noch alles ziemlich ursprünglich zugeht. Die indigenen Einwohner laufen größtenteils in ihren traditionellen Trachten herum und es werden zwei verschiedene indigene Sprachen gesprochen. Dort angekommen haben wir uns erst mal gestärkt, dann den Ort ein bisschen erkundet und danach das Haus der Kultur besucht. Ganz interessant, mit schönen Bildern und Festtrachten. Danach waren wir im "Vivero". So eine Art Blumenzucht, wobei ich mir noch immer nicht ganz sicher bin, was das eigentlich war. Ein älterer Mann hat uns glaub ich einfach mal so durch seinen Garten geführt. War aber wunderschön. So eine Pflanzenvielfalt. Irgendwie hatte ich das Gefühl die Luft würde an Fruchtbarkeit überschwellen... Aber wahrscheinlich waren das die 90% Luftfeuchtigkeit. Nach dem Blumenflash haben wir uns auf die Suche nach dem alternativen Hospital gemacht, weil einer unserer Begleiter meinte, wir müssten das unbedingt machen, weil uns das von bösen Geistern reinigt. Naja. Abenteuerlustig wie wir sind, haben wir das natürlich mitgemacht :-)
Soll angeblich auch gegen Liebeskummer helfen... Jedenfalls wurden wir dann, nachdem wir das Hospital endlich gefunden hatten, in einen kleinen relativ dunklen Raum geführt, wo eine Indianer-Oma mit zwei Zöpfen auf uns wartete. Aber erst mal noch Eier kaufen... jaja. Wichtiger Bestandteil des Rituals... Nacheinander haben wir uns dann auf einen Stuhl vor einem sehr kitschigen Altar gesetzt und das Ritual über uns ergehen lassen. Also einmal von oben bis unten mit dem Ei abgerieben werden, was die bösen Geister aufsaugt und danach mit irgendwelchen Kräutern abgerieben werden. War ganz angenehm, aber sonst hab ich nichts gemerkt... aber der Altar war interessant. Auf der einen Seite eine Ansammlung von katholischen Heiligen mit allem möglichen Kitsch und auf der anderen Seite Indianerheilige.
Nach der Reinigung sind wir noch zu den nahegelegenen Wasserfällen. Wunderschön. Ruhe, Natur und soooooo viel grün. Einfach wunderschön und sehr erfrischend.
Abends schön touristisch Essen, wobei wir davor in einer typischen Bar waren und "Liquor" mit allen möglichen Geschmacksrichtungen probiert haben. Erdnuss und Maracuja waren die Favoriten...
Am Sonntag gings dann nach Yohualichán. Ein nahegelegenes prähispanisches Zentrum mit Nischenpyramiden. Sehr rural und ein bisschen anstrengend, weil die Kinder als Bettelhilfe eingesetzt wurden. Trotzdem wunderschön. Halbverfallene Pyramiden und der Dschungel. Echt schön und noch dazu Sonnenschein und barfuß laufen. So schön.
Oh! Und ich hab das Frühstück vergessen! Wie konnte ich nur! Haben nämlich in einem alternativen Hostel mit selbstgemachten Seifen übernachtet und morgens die megahammer Aussicht beim Frühstück genossen. Sehr schön. Und lecker Essen...
Nach den Pyramiden sind wir dann noch über den Markt von Cuetzalan. Wahrscheinlich das Highlight. Ein rießen kunterbuntes Durcheinander, von Stimmen, Gerüchen, Farben und Eindrücken. Was ein bisschen schockierend war, war der Umgang mit Fleisch. Schweineköpfe die in der Gegend rumhängen und gelbe Hühner. Und alles auf Tischen mit Plastiktischdecken ohne jegliche Kühlung. Haben zum krönenden Abschluss des Wochenendes dann noch mal einen Straßen-Ess-Versuch unternommen. Wurde auch allgemein vertragen, außer dass es extrem scharf war....
Resumee: Auf jeden Fall gehen wir da nochmal hin!

Mittwoch, 3. September 2008

Mexiko-Stadt-Fotos

Im Moment geht es leider nicht anders... das Programm spinnt ein bisschen.
Jedenfalls hier der Link für die Bilder

http://picasaweb.google.com/juliamaria.becker/MexikoStadt02#

kopieren und oben einfügen...

Dienstag, 2. September 2008

Mexiko-Stadt

"Mexiko-Stadt (spanisch Ciudad de México; auch international verbreitet: englisch Mexico City) ist die Hauptstadt der Vereinigten Mexikanischen Staaten. Sie gehört zu keinem Bundesstaat, sondern bildet einen bundesunmittelbaren Hauptstadtbezirk (Distrito Federal) mit 8,7 Millionen Einwohnern (2005).In der Metropolregion Zona Metropolitana del Valle de México (ZMVM), zu der außer Mexiko-Stadt der östliche Teil des Bundesstaates Mexico und eine Gemeinde aus dem Staat Hidalgo gehören, leben 19,2 Millionen Menschen.Damit ist Mexiko-Stadt eine der größten Metropolregionen der Erde. Das Wachstum geht fast nur noch auf Zuwanderung zurück, da die Geburtenrate in Mexiko-Stadt nur noch bei 1,7 liegt.

Die Stadt ist politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt sowie größter Verkehrsknotenpunkt des Landes mit zahlreichen Universitäten, Hoch- und Fachschulen, Theatern, Museen und Baudenkmälern. Sie ist Erzbischofssitz. Das historische Zentrum und die Wassergärten im Stadtteil Xochimilco stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Der zentrale Universitätscampus der Universidad Nacional Autónoma de México wurde 2007 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt." (Wikipedia)

Vorletztes Wochenende war es also soweit. Wir haben es gewagt und uns auf den Weg nach Mexiko-Stadt gemacht, obwohl sogar die Putzfrau uns davon abhalten und überzeugen wollte, dass das viel zu gefährlich wäre... Aber wir haben es überlebt.
Freitag also per Bus Richtung DF. Wir hatten das große Glück, dass ich im Bus neben einem sehr netten Mädchen saß (Diana), die sich auch gleich angeboten hat, uns vom Busbahnhof durch die Metro zum Hotel zu begleiten. Und nicht nur das. Wir haben uns mit Diana dann so gut verstanden, dass wir den Freitagabend dann noch zusammen verbracht haben und auch den Sonntag.
Unser Hotel lag zentrumsnah beim berühmt berüchtigten Plaza Garibaldi. Muss man wohl mal gesehen haben. Ein relativ großer Platz voll mit Männern in traditioneller Aufmachung in zu engen Hosen, die sich anbieten, Mariachi-Musik zu spielen. Für die Geliebte unterm Balkon, für die Mamasita oder für die Gringos... Jedenfalls haben wir ein ganz nettes Restaurant gefunden, wo es dann auch gleich weiter ging mit Mariachimusik, Tänzen und einem Lassokünstler.
Der Samstag war dann der Kultur gewidmet und motiviert wie wir waren, wollten wir uns auch strikt an das Lonly Planet Programm halten. Hat nicht ganz so geklappt. Das Restaurant mit Dachterasse und Blick auf den Zocalo (zweitgrößter Platz der Welt) war maßlos überteuert und der Platz konnte nicht so wirklich auf uns wirken, da überall Jugendliche in Röhrenjeans auf Skateboards unterwegs waren, da der ganze Platz für ein Festival umfunktioniert wurde. War aber ne ganz coole Stimmung.
Weiter im Kulturprogramm und rein in die Kathedrale. Mum hatte mir erzählt, dass sie schräg ist, weil Mexiko-Stadt ja auf einem ausgetrockneten See steht und der Grund ab und zu etwas nachlässt. War ein komisches Gefühl, dass sie vor knapp dreizig Jahren an der gleichen Stelle stand. Jedenfalls haben wir dann noch eine Führung mitgemacht und sind auf der Kathedrale rumgeklettert und eine Live-Show mit Glockenschwingern miterlebt. Sehr cool...

Danach in den Palacio Nacional. Hier befinden sich die Büros des mexikanischen Präsidenten, der Staatsschatz und die dramatischen Wandgemälde Diego Riveras. Die Gemälde sind wirklich sehr sehr sehr beeindruckend. Vorallem weil ich gerade die Biografie von Frida Kahlo lese und im Buch lustigerweise an der Stelle war, wo erzähhlt wird, wie es dazu kam, dass Diego Rivera diese Bilder gemalt hat.
Kuzer Abstecher in den botanischen Garten und dann vegetarisch Mittagessen! Was für eine Wohltat...
Danach hat uns das Festival einen Strich durch die Tagesplanung gezogen und einfach mal verhindert, dass der Touri-Bus seine Route machen konnte. Also umdisponieren und kreativ werden... Sind dann noch auf einem Büchermarkt und einem anderen ganz netten Markt in einem Park gelandet. Abends noch Treffen mit einem Freund von Marie, der hier ein Praktikum bei der Friedrich-Ebert-Stiftung gemacht hat (jaja Franzi!). Hat uns vor der Polizei gewarnt. Mit allen möglichen Anekdoten. Schon ein komisches Gefühl, dass die Polizei hier keine Instanz ist, der man Vertrauen kann... Mussten das Mittags am eigenen Leib erfahren, als wir in eine Reihe uniformierter Polizisten geraten sind und die nichts besseres zu tun hatten als uns anzugrinsen und "I luv yu" und "bjutiful" zu sagen...
Sonntag sind wir dann mit Diana nach Teotihuacan. Also zur Sonnen- und Mondpyramide.

"Teotihuacán (Nahuatl: teo(tl) „Gott“, tihua (reflex.) „machen“, cán Ortssuffix, zu deutsch also „der Ort, an dem man (der Mensch) zu Gott wird“) ist eine ehemalige Stadt im mexikanischen Bundesstaat México. Die heutige Ruinenstätte liegt in der Nähe der heutigen Stadt San Juan Teotihuacán mit etwa 45.000 Einwohnern und befindet sich etwa 45 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt.
Das Stadtgebiet war bereits seit dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert permanent besiedelt. Zwischen 100 und 650 nach Christus war Teotihuacán das dominierende kulturelle, wirtschaftliche und militärische Zentrum Mesoamerikas. Auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung besaß die Stadt möglicherweise bis zu 200.000 Einwohner und war damit zu ihrer Zeit die mit Abstand größte Stadt des amerikanischen Kontinents und eine der größten Städte der Welt. Ab etwa 650 begann ihr Einfluss zu schwinden, bis die Stadt um 750 schließlich aus noch nicht vollständig geklärten Gründen weitgehend verlassen wurde. In Zentralmexiko hielten sich jedoch kulturelle Einflüsse noch bis zur spanischen Eroberung Mexikos. Die Azteken verehrten Teotihuacán als den Geburtsort ihrer Götter und gaben der Stadt ihren heutigen Namen. Ihr ursprünglicher Name ist nicht bekannt."

Wunderschön und megabeeindruckend. Mit Worten schwer zu fassen, weil es einfach so unglaublich beeindruckend war. Und unfassbar. Das so was von Menschenhand gemacht wurde... Jedenfalls war das ein sehr schöner Abschluss für unseren DF-Trip und wir sind auch brav auf alle Pyramiden hochgeklettert und haben dabei keine Sonnenbrille vergessen (gell Markus?!).