Montag, 30. März 2009

Tlaxcala

Tlaxcala

Tlaxcala


Nach einem Wochenende in Daniels Dorf im Süden von Veracruz (lasst euch den Namen auf der Zunge zergehen: Cosamaloapan), einem ruhigen Wochenende in Puebla und einem folgeneden noch ruhigeren (wegen Erkältung) sind wir dann vergangenes Wochenende nach Tlaxcala. Hauptstadt des gleichnamigen und kleinsten Bundesstaates Mexikos. Der Lonely nennt es „eine verschlafene Kolonialstadt... die besonders Traveller schätzen, die nach einer ruhigen Stadt fernab vom Tourismus suchen.“ Und das trifft es echt ganz gut. Sehr süße kleine Stadt mit Charme, nettem Zocalo, kleinem Kunsthandwerkmarkt und schöner Wallfahrtskirche. Haben in einem total süßen Hotel in einem Gebäude aus dem sechzehnten Jahrhundert direkt am Zocalo eingecheckt. Wunderschön und in Deutschland einfach nicht erschwinglich... Aber hier schon! Es lebe Mexiko!
Haben Samstags also das Zentrum erkundet, sind über den Markt geschlendert und die letzten Sonnenstrahlen am Pool genossen. Das coolste an Tlaxcala ist nämlich auch, dass es sehr nah an Puebla ist. Ne dreiviertel Stunde mit dem Bus... für sechzehn Pesos (weniger als ein Euro). Da war das Taxi zum Hotel dann teurer... Manchmal sind hier die Verhältnisse so verschoben... Naja.
Sonntags haben wir dann den Opas mit ihren Enkeln beim spielen zugeguckt, da der ganze Zocalo für den Verkehr gesperrt war. Es gab Stände mit Geschicklichkeitsspielen, eine Bühne für Künstler z.B. eine Tanzgruppe aus Litauen, Clowns und eine Hopsburg vor der Kirche. War echt schön, dem bunten Treiben zuzuschauen und sich mit einem Kaffee in der Sonne zurückzulehnen. Der Plaza de la Constitución (Zocalo) wird im Lonely als einer der schönsten Mexikos bezeichnet und wirklich... mit dem Palacio Municipal und dem Palacio de Justicia, beide aus dem 16. Jahrhundert, dem Palacio de Gobierno und der hübschen Kirche „Parroquia de San José“ mit rosa Kacheln... Damit wir dann auch noch ein bisschen Bewegung hatten, sind wir auf den Berg geklettert, wo uns eine wunderschöne Wallfahrtskirche erwartette. Santuario de la Virgen de Ocotlán. Eine berühmte Pilgerstätte, weil angeblich im Jahr 1541 dort die Jungfrau erschienen ist. Die klassische Fassade ist im Churriguera-Stil, mit weißem „Hochzeitstortendekor“ aus Stuck – als Kontrast zu den roten einfachen Ziegeln. Und dem strahlend blauen Himmel... Und nachdem wir den Berg dann wieder runtergeschlendert sind haben uns noch den ehemaligen Konvent, der eines der ersten Kloster Mexikos war, mit einer hübschen Allee hinführend angeschaut. Und nach ein bisschen suchen auch die Stierkampfarena, für die Tlaxcala bekannt ist, entdeckt.
Zum Busterminal brachte uns dann ein melancholischer Taxifahrer, der uns innerhalb von zehn Minuten seine komplette Lebensgeschichte erzählte inklusive des Verlassenwerdens von seiner Ex, nach fünfunddreizig Ehejahren. Wir sollen bloß aufpassen!?!
Busrückfahrt nach Puebla mit Sicht auf Sonnenuntergang am Popo... was will man mehr von einem Erholwochenende?!
Karneval

Carnaval en Veracruz

Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber jetzt endlich die Fotos vom Karneval...
War am Wochenende vom 21. Februar und eigentlich gibt es nicht so viel zu erzählen. Glaube die Bilder sind ziemlich aussagekräftig  Wir: Caro, die beiden Daniels, Alicia und Anne (Praktikantinnen von VW), Malte (mit Verspätung)und ich. Nach einer späten aber gemütlichen Busfahrt kamen wir dann in Veracruz an, das in ganz Mexiko für seine Karnevals-Festivitäten bekannt ist. Massen unterwegs... und das auch nachts um 2 als wir dort ankamen... Sind dann direkt zu Daniels Wohnung, am Pool noch ein bisschen getrunken (die einen mehr, die anderen weniger...), versucht Luftmatrazen per Mund aufzupusten und Kräfte für den folgenden Tag zu sammeln... Am nächsten Morgen ist dann der fittere Teil der Gruppe zum Gaucho zum frühstücken (mein Lieblingsrestaurant und Mama weiß warum, gell?) und danach nochmal eine Runde am Strand Kräfte sammeln. Ist ja zum Glück nur zwei Blocks von der Wohnung und so waren wir dann auch gerüstet, als uns Emilio (Freund von Daniel) dann abgeholt hat und wir erst mal Reserven kaufen gegangen sind, die wir dann in der Wohnung eines anderen Kumpels, die nahe am Geschehen gelegen ist, gelagert haben. Nach einer kurzen Essenspause ging es dann auch zu den Tribünen, wo der Karnevalszug vorbeizieht. Hatten ja brav im Vorraus Karten gekauft (naja... mehr Emilio als wir) und wollten dann auch unsere Plätze in Anspruch nehmen... Waren aber scheinbar zu spät und so wurden wir wieder mal Zeugen der mexikanischen Mentalität indem Emilio dem Typen am Tor des Zaunes hundert Pesos hingestreckt hat und dann waren wir auf einmal doch nicht zu spät... Umzug war ganz cool. Vorallem schön bei warmen Wetter und nicht wie in Deutschland, wo man immer drei Paar Socken anziehen muss...
Haben dann die Schaar an Wagen und Salsagruppen mit unseren mitgebrachten Mixturen genossen und ich mich gewundert, wo denn die ganzen „Gays“ sind von denen mir jeder erzählt hat. Der Karneval wird nämlich eigentlich nur mit Party und Schwulen verbunden... Und die meisten hab ich am Busterminal auf dem Rückweg gesehen... Vielleicht sind sie einfach auch nicht so spießig wie wir und haben Tribünenplätze 
Danach noch ein bisschen Weggehen, am nächsten Tag ausschlafen und ganz Tapfere sind sogar in den Pool (hab ich gehört...). Nochmal lecker Essen im Gaucho und dann war es auch schon wieder vorbei... unser Wochenende der bunten Wagen, tanzenden Frauen und ein bisschen zu viel Alkohol...

Dienstag, 24. März 2009

Tauchen auf Isla Mujeres

isla mujeres

auch wenn es ein bisschen gedauert hat... meine ersten Tauchbilder! yeah! :-)
gar nicht so einfach hier Bilder zu digitalisieren...